Traditionell und allen voran die 33 Kinder des Schulchores der Grundschule „Paul Maar“ Raßnitz unter Leitung von Frau Mettin und Unterstützung von Frau Loose und - nicht weniger nachstehend die 17 Sängerinnen des Frauenchores Ermlitz unter Leitung von Helmut Werler. 

Das Wetter war gut, die Stimmung super, die Kirche mit ca. 140 Gästen voll besetzt – es konnte also losgehen!

Punkt 14:30 Uhr eröffnete der neue Pfarrer Dr. Sebastian Kranich die Veranstaltung, begrüßte alle Gäste aus Nah und Fern und nutze die Gelegenheit gleich, sich den Menschen vorzustellen. Er spannte den Bogen sehr passend zum 2017 stattfindenden 500. Reformationsjubiläum, denn schon Luther sagte über die Musik, sie sei „ein reines Geschenk – eine Gabe Gottes“, sie „vertreibe den Teufel“, sie „mache die Leute fröhlich“ und schließlich „vergisst man darüber alle Laster“. Er schloss mit dem sehr treffenden Psalm 98 „singt dem Herrn ein neues Lied“ und segnete das Fest. 

Anschließend begrüßte Christian Forberg vom Förderverein ebenfalls alle Anwesenden und besonders die Chöre und sprach Worte des Dankes an alle Teilnehmer, Mitgestalter und Organisatoren.

Dann ging es los. Nach zwei frischen gemeinsamen Frühlingsliedern (Heute im Wald und Jetzt fängt das schöne Frühjahr an), waren die Kleinsten an der Reihe – wobei Klein sich wirklich nur auf die Körpergröße bezog. Denn singen konnten sie, wie die Großen: ihre glockenhellen Stimmen zauberten noch mehr Licht in die Kirche und brachten verschiedene Lieder aus ihrem Jahresprojekt Wir sind Kinder einer Welt, wie: „Du bist mir fremd“, „Kinder, Kinder“ und „Das eine Kind ist so, das and’re Kind ist so“ zu Gehör. Die Lieder handelten von Toleranz, vom freundschaftlichen Miteinander und vom friedlichen Zusammenleben, trotz vieler Unterschiede. Das nun folgende 3-stimmige Lied „Vom Frieden“ war eine Prämiere und wurde von zwei Schülern zusätzlich mit Geige und Flöte unterstützt. Natürlich ernteten die Kinder für ihre Leistung viel Beifall.

Nun war auch das Publikum gefragt und konnte beim Saallied „Wenn ich ein Vöglein wär“ kräftig mitsingen. Es folgte ein altes italienisches Lied aus dem 15.Jahrhundert „Alta Trinita beata", welches von beiden Chören sehr erhaben und fast hymnenhaft vorgetragen wurde.

Der Frauenchor Ermlitz startete seinen Part mit dem Gospel-Song „Oh happy Day“, welches manchem Zuhörer sicher Gänsehaut-Feeling bescherte. Das folgende Lied „Frauen, so singt doch“ zauberte den Zuschauern ein Schmunzeln ins Gesicht, zur Melodie eines Marsches des Engländers Edgar Elgar. Nach einem frischen Frühlingslied folgte „Leise zieht durch mein Gemüt“ und „An der Saale hellem Strande“. Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ war wieder allseits bekannt und so ertappte sich der eine oder andere beim Mitsingen. Das folgende Stück „Schön ist die Welt“ gestalteten wieder beide Ensembles gemeinsam. Den Abschluss des Konzertes bildete wieder das gemeinsame Singen des Kanons „Es tönen die Lieder“, gefolgt von großem Applaus als Anerkennung und zum Dank für alle Künstler. 

Dank brachte bei den Abschlussworten auch Horst Pabst zum Ausdruck. In erster Linie allen Mitgestaltern und Organisatoren dieses Festes, aber auch an allen Sponsoren und Spendern. Die Kinder, die sich heute wieder besonders viel Mühe gegeben haben, erhielten Süßigkeiten, Frau Mettin, Frau Loose und Herr Werler einen schönen Strauß Blumen, wie immer gesponsert von der Gärtnerei Melchior. 

Beim Elsterauenliederfest gilt immer Eintritt frei, Spende sehr willkommen. So sammelten am Ausgang Frau Schmidt und Frau Ratzsch wieder den einen und anderen Euro ein, die ausschließlich in die weiteren Sanierungsarbeiten von St. Michaelis fließen. 

Im Anschluss gab es wieder Kaffee, Kuchen, Bockwurst sowie warme und kalte Getränke. Man hatte Gelegenheit, sich  die Kirche von innen und außen anschauen, den Turm zu besteigen oder sich einfach in gemütlicher Runde zu unterhalten. 

Dieses 8. Elsterauenliederfest war wieder ein großer Erfolg und ein besonderes, musikalisches Erlebnis für alle, die hier waren. Dies ist natürlich einzig der Verdienst der beiden Chöre, denen ein großes Dankeschön gebührt. An dieser Stelle sei nochmals ganz herzlich allen Spendern Dank gesagt, allen Organisatoren, Vorbereitern, Unterstützern, Auf- und Abbauern, Helfern, Mitgestaltern und ganz besonders den vielen freiwilligen Kuchenbäckern, ohne die solch ein Fest kaum möglich wäre. 

Das waren: Familie Forberg, Klaus Hannig, Familie Daniel Voigt, Fam. Walter Müller, Fam. Klaus Koth, Fam. Jürgen Weißhampel, Fam. Ditmar Weißhampel, Fam. Haring, Familie Ewald, Familie Otto Renz,