Weiterhin gab es natürlich auch wieder einen künstlerischen Höhepunkt am Nachmittag, doch dazu später... Nachdem die Mitglieder des Fördervereins bereits ab 09:00 Uhr das Zelt, die Bänke und Tische, die Snacks, Getränke und vieles andere vorbereitet hatten, kamen um 10:00 Uhr auch schon die ersten Besucher und konnten sich fachkundig durch die St. Michaeliskirche führen lassen, die fantastische Aussicht vom 24 Meter hohen Turm genießen, die Turmuhr von 1906 erklären lassen oder die Geschichte der letzten verbliebenen Glocke hören. 

Die Vorführungen von Papier-Marmorist Dirk Lange fanden sehr großes Interesse. Die Besucher konnten erleben, wie Papier kunstvoll in verschiedenen Formen und Mustern marmoriert wird. Thematisch passend, begann Restaurator Uwe Härtig gegen 11:30 Uhr seine Ausführungen zu seiner restauratorischen Arbeit mit Bemalungen in Marmor. Nachdem er einige allgemeine Dinge erzählte, begann er mit den Ausführungen seiner Arbeit von 2015 an dem Orgelprospekt unserer Kirche, welches aus der Mitte des 18.Jahrhunderts stammt und die gleiche künstlerische Handschrift, wie der Kanzelaltar aus dem Jahre 1754 hat. Dieser wurde vom Merseburger Bildhauer H.J.Agner d.Jüngere geschaffen und ist in seiner Gesamtheit mit der Patronatsloge und den Psalmtafeln an der Empore etwas ganz Besonderes.

Um 14:30 Uhr stand „Der Rasierte Name“ auf dem Programm, ein Theaterstück, welches Christian Forberg zur 1.000-Jahr-Feier von Raßnitz geschrieben und mit Raßnitzer Bürgern einstudiert hat. In dem Stück geht es um das Dorf Raßnitz, (damals „Rosneci“) und wie es dazu kam, dass es aus der Chronik von Bischoff Thietmar von Merseburg ausrasiert wurde, nachdem dieser es ungewollt von Erzbischof Gero erhalten hatte. Dazu kann man nur sagen, ganz toll gespielt, sehr interessante Geschichte, die zum Teil mit Augenzwinkern wieder zum Leben erweckt wurde. Alle Anwesenden waren begeistert und es gab großen Applaus und Blumen für die Künstler. 

Neben Dankesworten von Herrn Forberg gab es ebenso lobende Worte von Vereinsvorsitzendem Horst Pabst, und zum Dank für die Treue der Gäste am Ausgang ein Glas Sekt oder Brause für die Kinder aus den Händen von Carmen Voigt. Anschließend konnten sich alle bei selbst gebackenem Kuchen und Kaffee, einer deftigen Fettbemme oder Bockwurst stärken. Der leckere Kuchen wurde wieder von den fleißigen Frauen des Fördervereins und des Dorfes gebacken. Für die Kinder waren kleine Spiele und eine Malstraße vorbereitet.

Mit Freude konnten wir im Laufe des Tages mehr als 100 Gäste zählen, unter ihnen Schkopaus Bürgermeister Andrej Haufe, Pfarrer Dr, Kranich, Ortsbürgermeisterin Dana Ewald und Uhrmachermeister Höppner aus Pirna. Alle waren guter Stimmung, das Wetter passte, kurzum ein erlebnisreicher, interessanter und toller Tag an und in der St. Michaeliskirche.

Der Erlös dieses Tages fließt wieder direkt in die weiteren Sanierungsmaßnahmen.

Nochmals vielen Dank an alle, die diesen Tag gestaltet, vorbereitet und dazu beigetragen haben, dass er für die Gäste zu einem tollen Erlebnis geworden ist.

Vielen Dank und weiter so! Damit unsere Kirche im Dorf bleibt!

 

Förderverein St.Michaelis Kirche

Raßnitz-Weßmar

Daniel Voigt