Dieser Einladung sind eine Vielzahl von Gästen gefolgt, mehrheitlich haben wir uns sehr über die vielen Raßnitzer gefreut, durften aber auch beispielsweise Herrn Dr. Peter Ramm aus Merseburg, Restaurator Uwe Härting aus Leipzig, Orgelbaumeister Thomas Schildt aus Halle, Architekt Frank Gebhardt, Olaf Stachotta aus Bremen (Sohn des ehemaligen Pastors zu Weßmar), Schkopaus Bürgermeister Andrej Haufe und Ortsbürgermeisterin Dana Ewald unter den Gästen begrüßen. 

In diesem Jahr waren wieder zwei wunderbare regionale Chöre eingeladen. Traditionell und allen voran die 45 Kinder des Schulchores der Grundschule „Paul Maar“ Raßnitz unter Leitung von Frau Solveig Mettin und als Premiere erstmals zu Gast der Chor Art Kapella Schkeuditz mit seinen 20 Sängerinnen und Sängern unter Leitung von Frau Elena Rose. 

Beim Eintritt in die Kirche wurden die Besucher bereits durch das Spiel der 1923 erbauten Rühlmann-Orgel begrüßt, die erstmals nach fast 60 Jahren wieder erklang!

Das Wetter war gut, die Stimmung hätte besser nicht sein können und die Kirche mit fast 200 Gästen voll besetzt!

Nach dem Eröffnungsstück der Orgel eröffnete Pfarrer Dr. Sebastian Kranich die Veranstaltung, begrüßte alle Gäste aus Nah und Fern und nahm die Besucher auf eine kleine Reise durch die Geschichte der Königin der Instrumente – der Orgel mit und nutze die Gelegenheit, dem Orgelbauer Thomas Schild für seine Arbeit an dem historischen Instrument zu danken. Er spannte den Bogen sehr passend zu Luther, der über die Musik sagte, sie sei „ein reines Geschenk – eine Gabe Gottes“, sie „vertreibe den Teufel“ und sie „mache die Leute fröhlich“ Er schloss mit dem sehr treffenden Psalm 98 „singt dem Herrn ein neues Lied“ und wünschte, dass die restaurierte Raßnitzer Königin zur Freude der Besucher bei vielen Gelegenheiten erklingen möge und segnete sie und das Liederfest. 

Nun ergriff Jens Schmidt, neuer Vorsitzender des Fördervereins das Wort und hieß alle Gäste und Chöre ganz herzlich willkommen. Er würdigte dieses heutige besondere Ereignis, denn damit ist ein weiterer großer Schritt auf der Agenda des Vereins geschafft. Weiterhin führte er aus, dass vieles von der Turmsanierung bis hin zur Spielbarmachung der Orgel innerhalb der letzten 10 Jahre nicht so geschafft worden wäre, ohne das außergewöhnliche und selbstlose Engagement des bisherigen Vorsitzenden, Horst Pabst, der aus gesundheitlichen Gründen das Amt in diesem Jahr abgeben musste. Um seine Verdienste um die Belange des Fördervereins zu würdigen, verlieh ihm Jens Schmidt im Namen des Fördervereins den Titel „Ehrenmitglied des Fördervereins“, zu welchem ihm auch Vorstandsmitglied Christian Forberg herzlich gratulierte und die Urkunde und Blumen überreichte. Natürlich konnte Horst Pabst diese Bühne nicht verlassen, ohne sich ausführlich für diese Ehre zu bedanken, aber auch für die gute und konstruktive Zusammenarbeit im Verein, für die vielen Spender, ohne die nie so viel geschafft werden konnte und wünschte dem neuen Vorstand alles Gute und gutes Gelingen bei den weiteren Aufgaben.

Dann ging es los. Nach zwei frischen gemeinsamen Frühlingsliedern der beiden Chöre, einem anspruchsvollen Quodlibet (Das Orchester) und dem bekannten und fröhlichen Lied „Grün, grün grün, sind…), waren die kleinen Künstler des Schulchores an der Reihe – wobei Klein sich wirklich nur auf die Körpergröße bezog :-). Denn singen konnten sie, wie die Großen: ihre glockenhellen Stimmen zauberten noch mehr Licht in die Kirche und brachten verschiedene Lieder zum Thema Frühling und Natur, wie: „Pst, komm mal ein bisschen näher“, „Willkommen im Frühling“, „Du alter Baum“, „Ich bin ein Baum vor Deinem Haus“ und dem berühmten „Tiritomba“, bei welchem einige Gäste am liebsten gleich mitgesungen hätten.

Nach großem Beifall für die kleinen Künstler folgten wieder 2 gemeinsame Stücke, ein beschwingter und fröhlicher Kanon „Lasst und miteinander“ – dessen Name Programm für jedes Elsterauenliederfest ist und das Stück „Mein Nachbar“, welcher mit seinem Lied die Menschen in seiner Umgebung berührte.

Jetzt war der Chor der Art Kapella Schkeuditz an der Reihe. Im warsten Sinne des Wortes verzauberten die Männer und Frauen des Ensembles die Gäste mit Liedern, wie „Hexen-Einmaleins“ und „Die alte Moorhexe“ und brachten darüber hinaus noch bekannte und weniger bekannte Lieder, wie vom „Fröschlein“, „Fuchs du hast die Ganz gestohlen“, vom „Baum des Lebens“, dem „Bison Zottelhaar“ und „Ein Jäger längs dem Weiher ging“ – immer wieder mit einem Augenzwinkern und mit einer sehr großen Professionalität. Auch hier – natürlich großer Applaus als Zeichen der Begeisterung!