Auch Matthias Müller richtete noch einige Worte zur Konzertreihe, zu Rühlmannorgeln und zu unserer frisch restaurierten Orgel aus dem Jahre 1922, die ein barockes Prospekt aus dem Jahre 1754 ziert, an die Gäste und dann ging es los.

Zu Beginn kam eine Variationsreihe des schlesischen Organisten und Kantors Max Drischler  zu Gehör, welche insbesondere die verschiedenen Klänge (Stimmen) und Kombinationsmöglichkeiten unserer Orgel aufzeigen sollte. Dem folgte ein Stück des Italienischen Komponisten Alessandros Scalatti – „Wie die Sonne am Ganges“ für Orgel und Tenor. In dem Vortrag spürte man regelrecht das sonnige italienische Temperament vergangener Jahrhunderte. Dem folgte das wundervoll melancholisches Werk „ Amarilli“ des 1590 verstorbenen Julio Caccini. Die Zuhörer lauschten voller Inbrunst und waren von der Musik verzaubert. Es folgte je eine barocke Pastorale eines unbekannten tschechischen Komponisten, gefolgt von einer romantischen Pastorale aus der Feder eines amerikanischen Künstlers. Nun ging es musikalisch wieder nach Italien mit „Vittoria Vittoria“ von Jacomo Carissimi und nach Frankreich des 19. Jahrhunderts mit dem „Ave Verum“- beides wieder wundervoll interpretiert von Orgel und Tenor. Nun folgten 4 kleine, aber besonders schöne Stücke für Flötenuhr von Joseph Haydn, denen man einen gewissen österreichischen Akzent nicht absprechen konnte. Caesar Francks „Panis Angelicus“ erntete ebenso viel Beifall, wie das abschließende Zugabe-Stück, welches einem spanischen Komponisten zuzuordnen war. Kraftvoll und beschwingt war dies ein wirklich krönender Abschluss an der „Königin der Instrumente“.

Christian Forberg und Horst Pabst fanden treffende und dankende Worte für die Künstler, aber auch für die Gäste, die an diesem Nachmittag einen ganz besonderen künstlerischen Hochgenuss erlebten. Aber auch hoffnungsvoll in der Hinsicht, dass die Raßnitzer mit ihrer St. Michaeliskirche auch im kommenden Jahr Veranstaltungsort im Rahmen dieses Festivals sein können.

Nochmals vielen Dank an alle, die diesen Tag gestaltet, vorbereitet und dazu beigetragen haben, dass er für die Künstler und Gäste zu einem tollen Erlebnis geworden ist.

Herzlichen Dank auch für die Spenden am Ausgang. Diese helfen dem Förderverein, die nächsten Schritte, wie z.B. die Restaurierung des Kanzelaltars oder die Psalm-Tafeln in Angriff zu nehmen. 

Unterstützen Sie uns auch weiterhin, damit unsere Kirche mit vielen schönen Veranstaltungen im Dorf bleibt!

 

Förderverein zur Sanierung 

der St.Michaelis Kirche

Raßnitz-Weßmar

 

Daniel Voigt